Arcelor sperrt sich gegen LKW-Verkehr

Anfang Oktober hatten wir der Open Grid Europe, dem Bauträger des Gasdükers, unsere Bedenken hinsichtlich des Verkehrskonzepts vorgetragen.

Nun liegt die Antwort vor: Der LKW-Verkehr wird nur zu einem geringen Teil – nämlich den Schwertransporten, die nicht durch die Lesumbroker und Niederbürener Landstraße passen – über das Werksgelände von Arcelor Mittal Bremen gehen.

Mehr sei nicht drin, da bei AMB ein neues Kraftwerk gebaut wird und daher die Werksstraßen durch den dafür erforderlichen Verkehr schon genug belastet seien.

Anmerkung: In einer älteren Begründung hiess es, dass die Strassen durch die Transporte für die Deicherhöhung bereits genug belastet seien. Das tägliche, gesamte LKW-Aufkommen auf dem Werksgelände beträgt übrigens ca. 800 Fahrten. Das tägliche LKW-Aufkommen in Niederbüren beträgt demgegenüber 2 Fahrten. Wo hier eine zusätzliche Belastung eher bemerkbar wird, mag sich jeder selbst überlegen.

Die Zahl der Fahrten kann insgesamt etwas reduziert werden, indem Aushub zwischengelagert und u.a. beim späteren Verfüllen der Dükerrinne verwendet wird – vorausgesetzt, es erfolgt dafür eine Genehmigung der zuständigen Behörden.

Vor Baubeginn soll ein Beweissicherungsverfahren für die Landstraße erfolgen. Leider ist aus dem Schreiben aber nicht ersichtlich, wie gewährleistet werden soll, dass die Schäden nicht wechselweise von Open Grid auf den Deichverband und umgekehrt geschoben werden.

Sodann will man unseren Vorschlag des Gemeinschaftstransportes der Arbeiter aufgreifen. Und zu guter Letzt werden sich die Baufirmen selbstverständlich an die Verkehrsregeln halten. Nun, für letzteres werden wir mit Sicherheit sorgen.

Das Schreiben gibt es wie immer für registrierte Benutzer im Downloadbereich.

Unterschriftensammlung eingereicht: 1000 +

Wer hätte das gedacht? Wir haben es geschafft, innerhalb von wenigen Wochen mehr als 1000 Unterschriften zu sammeln, die unserer Verwaltung zeigen: Hier sind mehr als 47 renitente Anwohner betroffen!

Wir haben die Unterschriften am Montagabend dem zuständigen Referenten beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr (SUBV) übergeben – er reicht sie an den Bausenator weiter.

Zeitgleich hatten wir noch ein Schreiben an den Bauträger des Gasdükers geschickt und unseren Bürgermeister Jens Böhrnsen nochmals um Unterstützung gebeten.

Letzterer hatte es uns – sehr zum Unmut des Deichverbandes (DVR) – ermöglicht, unsere Bedenken bezüglich des Deichbaus bereits vor dem eigentlichen Planfeststellungsverfahren vorzutragen. Dies war auch der Grund für das Treffen mit DVR, SUBV und der Initiative am Montag.

Es wurden viele problematische Details, insbesondere bezüglich des Verkehrs, der gesundheitlichen Belastung der Anwohner und der Beweissicherungsverfahren (wer trägt die Schäden?) besprochen. Das Protokoll können registrierte Benutzer auf unserer Downloadseite herunterladen.